Mit der heutigen Gründung des Fachkräfterats ist eine neue unabhängige Initiative ins Leben gerufen worden, die den Fachkräftemangel in Deutschland aus einer bislang fehlenden Perspektive heraus adressiert. Initiatoren sind Ricardo Dietl, Thomas Hoppe und Darius Maleki. Der Fachkräfterat versteht sich als interdisziplinäres Gremium, das Fachkräfte selbst, Führungspersönlichkeiten der Wirtschaft sowie wissenschaftliche Expertise strukturiert zusammenführt.
Ziel des Fachkräfterats ist es, die strukturellen Ursachen des Fachkräftemangels systematisch zu analysieren und auf dieser Grundlage konkrete, umsetzungsfähige Lösungsvorschläge zu entwickeln. Anders als bestehende Konferenzformate oder politische Gipfel setzt der Rat auf kontinuierliche, analytisch fundierte Arbeit. Kernstück wird ein jährlich erscheinendes Gutachten sein, das Reformansätze aus der Praxis heraus formuliert und deren wirtschaftliche, fiskalische und gesellschaftliche Auswirkungen transparent darstellt.
Die Initiative reagiert auf eine Lage, die für Wirtschaft, öffentliche Verwaltung und Gesellschaft gleichermaßen herausfordernd ist. Engpässe in Handwerk, Industrie, Pflege, Bildung, IT, Sicherheitsbehörden und vielen weiteren Bereichen wirken sich unmittelbar auf Wertschöpfung, Innovationskraft und staatliche Leistungsfähigkeit aus. Gleichzeitig verändern Digitalisierung, demografischer Wandel und internationale Standortkonkurrenz die Rahmenbedingungen grundlegend. Der Fachkräfterat will diese Dynamiken nicht isoliert betrachten, sondern als zusammenhängendes System analysieren.
”Der Fachkräftemangel ist eine Systemfrage unseres Wirtschafts- und Sozialmodells. Wir bringen erstmals die Stimmen der Fachkräfte selbst mit unternehmerischer Verantwortung und wissenschaftlicher Begleitung an einen Tisch.
Ricardo DietlVorsitzender und Initiator
Thomas Hoppe bringt als Unternehmer die Perspektive der wirtschaftlichen Praxis ein. Er sieht im Fachkräfterat eine Plattform, um die Realitäten von Unternehmen, insbesondere des Mittelstands, systematisch in Reformdebatten einzubringen. Darius Maleki ergänzt die Initiative um internationale Erfahrung, finanzwirtschaftliche Expertise und den Blick auf Nachhaltigkeit und langfristige Standortstabilität.
Der Fachkräfterat ist als freie, unabhängige Initiative konstituiert. Er wird aus 16 beruflichen Disziplinen Vertreterinnen und Vertreter berufen, die operative Erfahrung mit strategischem Verständnis verbinden. Ergänzend ist ein wissenschaftlicher Ausschuss vorgesehen, der die Arbeit methodisch begleitet und unterschiedliche Szenarien modelliert. Die erste Arbeitssitzung ist für das Frühjahr 2026 geplant. Ein erstes Halbjahresgutachten soll im Juni 2026 veröffentlicht werden und auch die Reformvorhaben der Bundesregierung kritisch einordnen.
Die Gründer verstehen den Fachkräfterat als dauerhaftes Impulsgremium. Ziel ist es, den Austausch mit Parlament, Bundesregierung und Landesregierungen strukturiert zu führen und auf Basis konkreter Vorschläge zur Weiterentwicklung des Standorts Deutschland beizutragen. Die Initiative setzt dabei bewusst auf Pragmatismus, Interdisziplinarität und die Verknüpfung von Praxiswissen mit wissenschaftlicher Fundierung.
Mit der Gründung am 6. November 2025 ist der organisatorische Rahmen gesetzt. Nun beginnt die inhaltliche Arbeit.
